Vergangenheit

Sie sind da draußen. Immer schön korrekt sein, nicken, grüßen, nicht auffallen, hauptsache sein Gesicht wahren. Ihr Bastarde.


Baut euch eure imaginäre Mauer auf, ihr Wichser. Versteckt euch hinter euren "Schränken". Wenn die Zeit gekommen ist, werden auch sie fallen.


Wer zuletzt kommt lacht am besten ihr Flachwichser. Eine gemeinsame Vergangenheit lässt sich nicht einfach vergessen. Du glaubst, du bist nun Erwachsen? Du glaubst du verdienst es anders behandelt zu werden? Du? - DU??


Jetzt wirst du "gefickt" du Bastard.


Menschen ändern sich. Korrekt. "Gut?". Nicht ganz. Viel eher: Pech - für dich.


Was glaubst du ist wirklich wichtig auf dieser Welt? Nicht aufzufallen? Sagen zu können: "ich habe einen Job!"? Oder immer perfekt zu sein, alles perfekt zu machen, perfekt auszusehen? Und dann kommt ein jemand und nimmt dir alles weg was du hast? Macht das einen Sinn?


Komm und folge mir.
Ich bin dein Licht in der Dunkelheit.
Ich führe dich.
Vertraue mir.
Schließe die Augen.
Ich führe dich in die Dunkelheit.
In die Verzweiflung, die Depression, die Angst, die Wut, die Trauer - alles davon, alles auf einmal - es wird unerbärmlich auf dich einpreschen und du wirst ganz allein sein.
Gelähmt von dem Schmerz - unfähig zu schreien, unfähig zu weinen, unfähig zu leben.
Dir wird es hier gefallen. Es ist der Mittelpunkt deiner Seele.


Fick dich du Bastard.

17.11.09 21:48, kommentieren

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Dieses gottverdammte Referat. Ich hab kein Bock mehr darauf. Es ist mir egal ob ich eine 6 dafür bekomme. Keiner braucht den Scheiß, ich habe keine Lust mich damit zu befassen, ich habe keine Lust innerhalb von 3 Tagen eine ansprechende Powerpointpräsentation dafür anzulegen, vor allem zu zweit, und die ganze Kommunikation läuft nur über E-Mail ab. Lächerlich. Nobody's perfect. Ich bin kein Computer, kein Roboter, keine Maschine. Immer nur funktionieren, kein Spaß, kein Kontakt, Isolation. Mein letztes Workout war am 2.11. Das ist 2 Wochen her. Das war der Montag nachdem alle wieder ausgeflogen waren, der erste Arbeitstag nach meiner Urlaubswoche, nach der Beerdigung. Wo ich wieder anfing zu rauchen. How pathetic. Ich hab kein Bock mehr auf den ganzen Scheiß. F..tzen. Kein Bock mich mit irgendwas zu befassen. Meinen Aufgaben. Meiner Arbeit. Meinen Leben. Alles total fürn Arsch. Auszeit. Jetzt. Ruhe.

15.11.09 17:44, kommentieren

Nun denn ...

... i guess, this is it.

Mein  zweiter Anlauf. Mein zweiter Blog.

Es bedarf vieler Jahre aber wenig Zeit, die ich mit mir selbst verbrachte, um zu erkennen dass sich vieles, aber wiederrum doch so wenig verändert hat. 8 Jahre habe ich gesagt. Damals mit 16, heute mit 24; es ist alles immernoch so wie gehabt. Es kommt der Winter, die Dunkelheit und wir verstecken uns für diese kalte, nasse Zeit in unseren Häusern, Wohnungen, Hütten.

Es können mir noch so viele Filme, Serien, Dokumentationen oder Spiele in die Hände kommen, es ändert sich dadurch doch nichts. Diese Dinge sind für mich wie eine Sucht, Zigaretten, Alkohol, Tabletten - sie helfen mir nicht.  Sie helfen mir nur zu verdrängen und zeitweise meine Gedanken zu vergessen, aber nicht für immer. Irgendwann kommt die ganze Scheiße der Kindheit doch wieder hoch und sie wird sich nicht zurückhalten, wird keine Rücksicht auf meinen derzeitigen Gefühlszustand nehmen. Sie wird mich erbarmungslos fassen, zur Rede stellen und sagen "ich habe dich doch noch eingeholt, Verstecken ist zwecklos".

Eine wunderbare Nacht ist die heutige. Es ist kalt, nass, dunkel, es ist windig. Sehr windig. Ungewöhnlich für diese Jahreszeit, für diesen Herbstanfang. Lena, Jana, ... Linda ... Das sind nur Namen. Keine Liebe. Die letzten Tage, Monate, wenn nicht Jahre ... ich war einfach so leblos und tot ... So motivationslos, dass sie mir gerade noch verhalf zu funktionieren, aber nicht zu leben ... Nur zu funktionieren, zu arbeiten, verdrängen ... Es ist jetzt 2:42 Uhr, gestern um diese Uhrzeit hab ich die letzten Kilometer meiner Irrsinnsfahrt durch die Nacht, ohne Ziel und ohne Sinn, zurückgelegt. Danach hab ich mir eine große Dose Red Bull reingezogen und bin doch eingepennt, obwohl ich arbeiten wollte - weil ich sonst nichts in meinem Leben habe. Alles andere ist nur eine tief vergrabene Erinnerung die heute nach langer Zeit wieder hoch kam. Doch nichts in meinem derzeitigen Leben lässt mich aufhorchen, Freude erleben, Spaß hab... - es ist einfach nur eine Vegetation aus Arbeiten, Ablenkung und schlechtem Schlaf. Sehr schlechtem Schlaf sogar. Meine Freizeitgestaltung besteht aus einem Raum, meiner Selbst, einem Wochenende und jede menger Ablenkung. Solange, bis endlich mal etwas passiert, etwas von außen auf dieses System prallt, es rüttelt, durcheinander bringt - Chaos.

Es ist wie ein Teufelskreis keine Entspannung und Ruhe verspüren zu können. Rastlos. Der unbewußte Drang etwas zu Erreichen, zu machen, keine Zeit zu vertrödeln in diesem zu kurzem Leben - also mache ich etwas, einfach irgendetwas, anstatt einfach kurz zu Rasten und nachzudenken.

Bin ich jetzt endlich erwacht? Bin ich der Neo meines eigenen Lebens? Ist mein Gehirn endlich aus dem langen Winterschlaf erwacht?

Diese ganzen Gedanken, Situationen, Menschen - es kommt so vieles wieder hoch. Jan-Christoph, wie er sein Fahrrad abschließt, damals noch vor dem Schwimmbad. Als wir noch zusammen trainiert haben. So lange ist es her. Und irgendwann war er weg. Nie konnte ich wirklich ein Vertrauensverhältnis zu anderen Menschen aufbauen. Dieser Geruch der Jahreszeit im Herbst und Winter, nach dem Training, der kalte Wind der durch die halbnassen Haare fegt, diese gute, frische, saubere Luft, dieses Gefühl, an einem Freitag Abend mit jungen Jahren gegen 21:30 Uhr von seinen Eltern nach Hause gefahren zu werden, etwas vollbracht zu haben, das ganze Wochenende noch vor sich ... und dann der Rückzug ins Kinderzimmer, zu dem Computer, in eine virtuelle Welt, um nicht Spüren zu müssen. Dieser Liebesdefizit, dieser Mangel an sozialem und emotionalem Gefühlsaustausch in der Familie.

Die ersten Gehversuche dazu mit Lena. Ich bin sowas von auf die Nase gefallen. Habe gedacht, ich schaffe es endlich aus meinem eigenem Gefängnis auszubrechen, doch es war nur ein kurzer, kleiner Schritt in Richtung Freiheit, ein Hauch, ein Windstoß, ein kurzes Augenschließen um das Gefühl aufrechtzuerhalten, bis ich für so viele Jahre wieder zurückgestoßen und eingesperrt wurde. Dann das kurze Intermezzo mit Jana. Schon wieder liegt es soweit zurück, über ein Jahr. So wenig Kommunikation seitdem her. Man könnte es auf eine DIN A4 Seite drucken und es wäre immernoch Platz vorhanden.

Ich kann eine nächste Stufe meiner Depression nicht gebrauchen. Ich habe keine Zeit dazu, keine Lust, nochmal so eine große Scheiße durchzustehen, wo jeder zweite Gedanke über Leben und Tod kreist, wie ein großes, an einem seidenem Faden hängendes, Pendel, welches mit jedem Schwung, den Faden immer weiter in seine einzelnen Faser auflösen lässt.

 

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Genau jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, vor dem ich so sehr hab versucht zu entkommen. Die Frage, was ich eigentlich gerade hier mache. Wieso das alles. Und wofür überhaupt. Eine innere Stimme, die mir versucht zu sagen, dass Aufgeben so schön sein kann, eine Befreiung, eine Last, die von deinen Schultern genommen wird und dir nie wieder aufgebührt wird. "Sage einfach nur ja und lass mich deine gute Fee sein."

Dieses Motivationsloch ist so verdammt groß. Es fängt schon bei Kleinigkeiten an, lässt mich nicht rasten, verzweifeln. Sinnlose Wörter die über die Tastatur huschen bilden einen inhaltslosen Satz. Eine Nachricht, ein Blogeintrag, ungelesen ins Nirvana landend. Und was macht Jane? Sie schreibt mir auch nicht mehr. 03:12 Uhr. Und keinen Dudtz schlauer aus zuvor. Aber dennoch ein gutes Gefühl in meiner Bauchgegend, welches mich hoffentlich bis ins Bett begleiten wird.

1 Kommentar 4.10.09 03:16, kommentieren